Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurde direkt nach dem letzten Weltkrieg gegründet mit dem Ziel, den Wiederaufbau Deutschlands hauptsächlich mit Mitteln aus dem Marshallplan zu finanzieren. Der Krieg ist schon lange vorbei, und die Bank existiert immer noch und dass, ohne dass sie ein Filialnetz besitzt. Die im Besitz der Bundesrepublik Deutschland und den Bundesländern befindliche Bank hat in den letzten Jahrzehnten vielfältige Aufgaben übernommen: neben der Förderung von Mittelstand und Existenzgründern forciert sie die Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Schülern und sie finanziert unter anderem den Bereich Bauen, Wohnen und Energiesparen. Hier geht es hauptsächlich um die Schaffung von Wohneigentum, sowie die Sanierung und Modernisierung von vorhandenen Objekten.
Da die KfW-Bank keine Filialen besitzt, greift sie auf die vorhandenen Banken zurück. Ihre Hausbank ist also ein möglicher Ansprechpartner, ebenso wie andere Banken. Diese haben entsprechende Fachleute, die sich mit dem vielfältigen Angebot an möglichen Förderprogrammen bestens auskennen (sollten). Wenn Sie also den Banker von Ihrem Projekt durch entsprechende Unterlagen überzeugen können, steht einer möglichen Förderung durch die KfW meist nichts im Wege.
Sie sollten bei ihrem Gespräch mit der Bank nicht vergessen, dass diese gewinnorientiert arbeiten und von sich aus nicht immer auf die preiswerteren staatlichen Geldmittel verweisen. Nicht immer erweist sich die Hausbank als die richtige, daher sollten sie von vorn herein in Erwägung ziehen, weitere Kreditinstitute zu besuchen.
Besonders wichtig ist, dass Sie auf jeden Fall vor Beginn ihres Vorhabens die Anträge gestellt haben, denn zwischen der Antragstellung und der Auszahlung eines möglichen Förderbetrages vergehen in der Regel mehrere Wochen.
Neben der Förderung von Neubauten gibt es beispielsweise auch ein Programm Altersgerecht Umbauen, bei dem die KfW sämtliche Baumaßnahmen fördert, die vorhandene Barrieren reduzieren und so eine adäquate Wohnqualität gewährleisten. Da die KfW über verschiedene Programme verfügt, kann es mitunter interessant sein, mehrere davon zu kombinieren. Allen gemein ist, dass der Förderbetrag allerdings nie über 100 Prozent der entstehenden Kosten betragen darf.
Aber auch, wenn sie ein frisch umgebautes Haus käuflich erwerben wollen, kann die KfW ihr richtiger Ansprechpartner sein, bietet sie doch ein Programm, welches extra Zuschüsse für genau diesen Fall anbietet.
Die Konditionen sind je nach gewählten Programm und Laufzeit recht unterschiedlich. Bei der Laufzeit haben Sie meist die Wahl zwischen acht und 30 Jahren, bei der tilgungsfreien Zeit zwischen zwei und acht Jahren und bei der Zinsbindung zwischen acht und zehn Jahren. Nach Gewährung der zusage über ihren Kredit können sie selbigen binnen zwölf Monaten abrufen, erst danach werden Bereitstellungszinsen berechnet, die zur Zeit 0,25 Prozent pro Monat betragen und sich auf den noch nicht abgerufenen Kreditbetrag beziehen.
Wer also plant, sich eines KfW-Darlehens zu bedienen, der sollte dabei folgendes beachten: es werden weder Umschuldungen schon bestehender Darlehen gefördert, noch Nachfinanzierungen schon bereits begonnener oder abgeschlossener Bauvorhaben und auch keine Ferien- und Wochenendhäuser.